"Talent ist wichtiger als Technik"

- Andreas Feininger -

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Tropf trifft Tropf



Faszination Wasser

Wahrscheinlich übt Wasser auf jeden der fotografiert eine gewisse Faszination aus, sei es als See, Bach, Wasserfall, Eisblume oder eben auch Wassertropfen. Häufig ist kreatives Denken beim Umsetzen der Ideen gefragt, so zum Beispiel bei Aufnahmen von kochendem Wasser. Ohne Ideen hätte man vor allem ausscheidende Mineralien, welche das Bild unbrauchbar machen:


Und wenn man im kalten und trüben Winter zu Hause sitzt und nebenan der Wasserhahn tropft, was liegt da näher als die kunstvollen Formen des auftreffenden Tropfens im Bild festzuhalten. Trifft ein Tropf auf die Wasseroberfläche, so entsteht zuerst eine kleine Krone mit spitzen Zacken. Diese stürzt mit der Zeit in sich zusammen und ein Kegel entsteht. An dessen Spitze ist ein Tropfen, welcher sich löst und nach dem Kegel wieder ins Wasser stürzt.



Tropfenstudien

Der Erste, welcher bereits 1894 Tropfen studierte, fotografierte und darüber ein Buch schrieb, war A. M. Worthington. Sein Buch von 1908 kann hier als PDF heruntergeladen werden: "A Study of Splashes".


Das Licht oder besser den Blitz machte er damals mit zwei Elektroden ("Zündkerze"), welcher die Energie aus dem Vorläufer des Kondensators ("Leidener Flasche") erhielt. Den Kontakt zur Blitzzündung machte eine fallende Eisenkugel, welche synchron mit dem Wassertropfen gestartet wurde und je nach Fallhöhe die Auslösezeit bestimmte. Der Tropfen war in einem Löffel, welcher durch einen Elektromagneten gehalten wurde. So konnte die Eisenkugel und der Tropfen durch abschalten der magnetischen Wirkung zur selben Zeit gestartet werden. Wie einfach ist es heute mit Infrarot-Schranken, Magnetventilen und elektronischen Blitzen, wenn auch nicht genauer.


Tropfen auf Tropfen

Ein Tropfen an sich ist schon faszinierend, trifft aber ein fallender Tropfen auf den aufsteigenden Kegel, so scheint der Formenvielfalt keine Grenzen gesetzt. Doch zuerst muss sich der Fotograf mit der Physik und Technik auseinandersetzen. Viskosität? Fallgeschwindigkeit? Oberflächenspannung? Wie löse ich Tropfen aus, welche sich treffen? Wie werden die Bilder scharf? Wie kann ich die Form verändern?


Nachfolgend sind (oder werden sein) die Bilder gesammelt vom Versuch, einen aufsteigenden Wassertropfen durch einen fallenden zu treffen. Mittels einer SPS (Logo-Modul von Siemens) wird ein Magnetventil angesteuert, welches einen Wassertropfen frei gibt und nach einer entsprechenden Zeit den Zweiten und zu guter Letzt die Kamera auslöst. Vereinfacht kann dies auch durch ein Infusionsset aus der Apotheke und manuelles Auslösen der Kamera nachgestellt werden. Durch die Anordnung der Blitze und entsprechend positionierten Farben wird das Wasser eingefärbt. Die Form des Tropfens und der Säule ändert sich durch den Wasserdruck, Fallhöhe, Tropfengrösse und Additive wie Zucker, Salz, Glycerin etc. im Wasser. Die ersten brauchbaren Bilder sind Ende Februar 2011 entstanden.



Poster in 80x120 oder 100x150cm, welche aus den Bildern entstanden sind:










Bilder in Blautönen






Dunkle Bilder





Bilder in warmen Farben